G-Faktor oder Allgemeine Intelligenz

Ist Intelligenz ein einheitliches Konzept, oder besteht sie aus mehreren Facetten? In wissenschaftlichen Kreisen wird dies nach wie vor intensiv diskutiert. Der britische Forscher Charles Spearman behauptete, dass es einen dominanten Intelligenzfaktor gebe (den so genannten G-Faktor), der alle kognitiven Fähigkeiten bestimmt.

Aber nicht alle sind damit einverstanden. Manche Forscher nehmen an, dass es multiple Intelligenzfaktoren gibt, die (mehr oder weniger) voneinander unabhängig sind. Nach diesen Wissenschaftlern kann eine Person etwa sehr gut in Mathematik sein, bei Gedächtnisaufgaben hingegen sehr schlecht abschneiden.

Fluide Intelligenz und kristallisierte Intelligenz

Eine sehr wichtige Differenzierung von Intelligenzfaktoren ist die zwischen "fluider" und "kristallisierter" Intelligenz. Fluide Intelligenz bezieht sich auf die Flexibilität des Denkens und die Fähigkeit zu abstrakten Schlüssen. Bei der kristallisierten Intelligenz geht es darum, inwieweit eine Person im Laufe ihres Lebens Wissen und Fähigkeiten angesammelt hat.

Die fluide Intelligenz wird viel stärker von der Umgebung und Lernerfahrungen beeinflusst als die kristallisierte Intelligenz. Die erste Intelligenzform ist in höherem Maß eine Reflektion der genetischen Komponente der Intelligenz.

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